Ganderkeseer Schüler forschen an eigenen Ideen

von Christopher Bredow
Ganderkesee. Für die 9. „Science Fair“ haben 100 Schülerinnen und Schüler aus Ganderkesee wieder an eigenen Ideen geforscht. Am Freitag wurden die Forschungsprojekte in der Aula des Gymnasiums Ganderkesee präsentiert und ausgezeichnet.

Gibt es in den Haribo-Tüten eigentlich immer gleich viele rote, grüne und gelbe Gummibärchen? Der Frage nach der Verteilung der unterschiedlich farbigen Süßigkeiten gingen die vier Schülerinnen Fenna, Emelie, Kira und Alina von der Grundschule an der Langen Straße im Rahmen der Forscherausstellung „Science Fair“ nach. Um eine Antwort darauf zu finden, untersuchten die Grundschülerinnen etwa 60 kleine Haribo-Packungen.

Haribo reagiert auf Forschungsergebnisse
Das Ergebnis der Forschung: Die farbigen Gummibärchen sind nicht gleich verteilt. „Rote Bärchen gibt es am häufigsten“, erklärte Fenna gestern bei der Präsentation ihrer Arbeit in der Aula des Gymnasiums Ganderkesee. Zudem kam heraus, dass es oft nur 20 statt der angegebenen 21 Packungen in den großen Haribo-Tüten gibt. Mit diesen Ergebnissen konfrontierten die vier jungen Forscherinnen den Süßigkeitenhersteller, der auch prompt antwortete: „Haribo hat erklärt, dass die Gummibärchen nach Gewicht verteilt werden und dabei nicht auf die Anzahl und Farbe geachtet wird“, sagte Emelie. (So lief die Science Fair am Gymnasium im vergangenen Jahr.)

Schüler stellen Forschungsergebnisse aus
Dieses und mehr als 50 weitere Forschungsprojekte wurden am Freitag im Gymnasium präsentiert und von einer Jury bewertet. Die inzwischen 9. „Science Fair“ richtete sich zwar vor allem an Gymnasiasten, in diesem Jahr nahmen aber auch zwei Gruppen aus dem 4. Jahrgang der Grundschule an der Langen Straße teil. „Es ist gut, begabte Schüler schon früh an solche eigenen Forschungen heranzuführen“, erklärte Grundschullehrer Philip Meiners.

Insgesamt forschten seit den vergangenen Herbstferien etwa 100 Schüler alleine oder in Gruppen an oft selbst erarbeiteten Fragestellungen. „Die Themen gingen über alle Fächer hinweg, von Natur- bis zu Geisteswissenschaften“, erläuterte der federführende Lehrer Thomas Schnabel. Überwiegend hätten die jungen Forscher in den zurückliegenden Wochen zuhause an ihren Projekten gearbeitet.

Die ausgezeichneten Nachwuchsforscher freuten sich über ihre Preise. Foto: Christopher Bredow

Die ausgezeichneten Nachwuchsforscher freuten sich über ihre Preise. Foto: Christopher Bredow

„Am Gymnasium haben Schüler aus allen Jahrgängen teilgenommen. Das ist gut, denn mit diesem Projekt wollen wir sie an das wissenschaftliche Arbeiten heranführen und sie dafür begeistern“, erklärte Schnabel zu den Hintergründen. So sollte den Schülern schon frühzeitig eine strukturierte Arbeitsweise an einer selbst erarbeiteten Fragestellung vermittelt werden, die ihnen auch in der Zukunft helfen würde.

26 Schülerinnen und Schüler von Jury ausgezeichnet
Unter anderem nahm der Zwölftklässler Felix Roth eine eigene Facharbeit über Kryptowährungen zum Anlass, die Thematik näher zu beleuchten und Vor- und Nachteile des digitalen Zahlungsmittels herauszuarbeiten. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, erklärte der 17-Jährige. (Lesen Sie hier: Junge Ganderkeseer Forscher stellen kluge Fragen.)

Der Gymnasiast Felix Roth beschäftigte sich mit den Vor- und Nachteilen von Kryptowährungen. Foto: Christopher Bredow

Der Gymnasiast Felix Roth beschäftigte sich mit den Vor- und Nachteilen von Kryptowährungen. Foto: Christopher Bredow

Die besten Forschungen wurden am Freitagnachmittag von einer Jury bestehend aus dem ehemaligen Lehrer Ludger Geldmann, der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Zießler, der Ministerialrätin Vera Reineke und dem Landschaftsökologen Dr. Klaus Handke ausgezeichnet. Roth und 25 weitere Teilnehmer erhielten neben Urkunden auch einen Science-Faire-Turnbeutel. „Für die Schüler ist das sicherlich eine schöne Auszeichnung für ihre Arbeit“, sagte Schnabel.

Die Preisträger der 9. Science Fair am Gymnasium Ganderkesee
  • Rebecca Rüdebusch, Ida Marie Seipelt und Insa Borchers (Klasse 5d)
  • Lucie Franzki (Klasse 6b)
  • Marisa Schnepel und Julia Brinkmann (Klasse 6m)
  • Joshua Greinke (Klasse 8b)
  • Jann Landsmann, Jette Hafermann und Lorina Janßen (Klasse 8b)
  • Julia Gaebler und Marla Ballnus (Klasse 8c)
  • Robin Wyh und Maximilian von Kosodowski (Klasse 8c)
  • Medeline Kizil und Chiara Zöllner (Klasse 8m)
  • Hannah Respondek und Marie Krüger (Klasse 9c)
  • Lukas Eggemann (Jahrgang 12)
  • Kai Keltsch (Jahrgang 12)
  • Dana Tete (Jahrgang 12)
  • Leonie Collmann (Jahrgang 12)
  • Till Stommel (Jahrgang 12)
  • Felix Roth (Jahrgang 12)
  • Anna Stecher (Jahrgang 12)

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt (15.02.2019)