Teamgedanke steht bei Wettbewerb am Gymnasium Ganderkesee im Fokus

Von Christopher Bredow

Ganderkesee. Gewinnen konnte bei den „M8was Tagen“ am Gymnasium Ganderkesee nur eine Klasse. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs für den Jahrgang 8 stand aber nicht der Sieg.

Drei Tage lang haben die Achtklässler am Gymnasium Ganderkesee alles gegeben: Bei verschiedenen sportlichen Geschicklichkeitsspielen, Staffelläufen und Kreativaufgaben ging es für jede einzelne Klasse darum, als Gruppe gute Ergebnisse zu erzielen – und am Ende als Gesamtsieger aller Disziplinen den Pokal für die beste Leistung bei den „M8was Tagen“ entgegen nehmen zu dürfen.

Jury bewertet Kreativaufgaben der Achtklässler

Mit 225 Punkten war es bei der Siegerehrung in der Aula des Gymnasiums am Freitag die Klasse 8c, die sich über den Pokalgewinn freuen konnte. Nachdem es bereits am Mittwoch und Donnerstag Punkte für die Leistungen in den Geschicklichkeitsspielen und den Staffelläufen gab, bewertete eine sechsköpfige Jury am Freitag drei unterschiedliche Kreativaufgaben.

Jede Klasse musste einen Text schreiben, ein Bild malen und eine sportliche Performance präsentieren. „Für den Gesamtsieg mussten die Klassen in ganz vielen verschiedenen Bereichen gut sein“, erklärte Schulleiterin Dr. Renate Richter. Dabei gab es für jede Aufgabe gewisse Vorgaben, die laut Richter „mit einem Augenzwinkern“ versehen waren. 

Weil die Klasse 8c schon in den Tagen zuvor gute Leistungen zeigte, war ihr der Sieg auch nicht zu nehmen, obwohl sie nur in der Kategorie „Performance“ den ersten Platz belegte. „Ihr habt alles gebracht, was wir erwartet haben: Sport, Akrobatik und Musik“, sagte der ehemalige Sportlehrer Detlef Heinze, der die Darbietungen gemeinsam mit dem Sozialpädagogen Björn Knölke bewertete. 

Redakteur Lars Laue und Schülervertreterin Isa Oetjen vergaben zuvor die Punkte für die verschiedenen Texte. Hier setzte sich die Klasse 8a durch, deren Text sich an die Tagesschau anlehnte. Laut Laue war dies ein „spannendes Format, bei dem man auch etwas über die Klasse erfahren konnte und es einen Überraschungseffekt gab.“ Für das beste Bild zeichnete Bärbel Schönbohm, Leiterin der Delmenhorster Jugendkunstschule, die Klasse 8b aus. „Mich haben die schöne Farbkombination, die Bildkomposition und die Abstraktion überzeugt“, begründete Schönbohm. Am Ende aber war es die Klasse 8c, die von Richter als „M8was-Klasse des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Teambuilding ist in 8. Klassen notwendig

Im Vordergrund des schulinternen Wettbewerbs, der sich am Gymnasium in den vergangenen Jahren etabliert hat, stand aber nicht das Gewinnen. „Unser Anspruch ist es, den Teamgedanken und die Zusammenarbeit in den Klassen in den Mittelpunkt zu stellen“, erklärte Organisatorin Lena Frenzel. Für das Projekt habe man bewusst den Jahrgang 8 ausgewählt: „Schülerinnen und Schüler der achten Klassen gehören nicht mehr zu den ‚Kleinen‘, aber auch noch nicht zu den ‚Großen'“, so Schulleiterin Richter. 

„Viele der Schüler sind in einer pubertären Phase, in der jeder auf sich schaut“, ergänzte Frenzel. Das merke man im Schulalltag, wo in dem Alter oft der Zusammenhalt fehle. „In den drei Tagen lernen die Achtklässler, was es bedeutet, als Gruppe zusammenzuarbeiten.“ Dabei würden die Schüler durchaus einen gewissen Ehrgeiz entwickeln. Das Projekt werde zudem als Anlass genommen, um im Unterricht weiter an dem Gemeinschaftsgedanken zu arbeiten. „Es gibt auch eine pädagogische Aufarbeitung des Wettbewerbs“, so Frenzel. Die Rückmeldungen der Schüler seien dabei immer positiv gewesen. Deswegen soll es auch für den nächsten Jahrgang 8 wieder die „M8was Tage“ geben.

(Quelle: Delmenhorster Kreisblatt, 25.10.2019)