Mitteilungen an die Eltern, Oktober 2012

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Mitteilungen an die Eltern, Oktober 2012

Liebe Eltern,

zu Schuljahresbeginn haben wir uns noch an Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen erfreuen können, jetzt, nur wenige Wochen später, heulen die Herbststürme: Selten ging die Zeit zwischen den Sommer- und den Herbstferien so schnell vorbei! Die Sommerferien in diesem Jahr lagen sehr spät, aber 2013 sind sie wieder früh: Wir haben ein kurzes Schuljahr vor uns, da müssen Unterricht und Klassenarbeitstermine gut geplant werden. Allerdings bedeutet das nicht, dass Ihre Kinder die gegenüber den „normalen“ Schuljahren fehlenden vier Unterrichtswochen „nebenbei“ aufholen müssen – der rechtlich vorgegebene „Stoff“ soll in zwei Drittel der Unterrichtszeit zu schaffen sein, die restliche Zeit ist für Vertiefung und eigene Schwerpunktsetzung vorgesehen. Die Schulbücher enthalten ein „Maximalprogramm“, dabei darf einiges durchaus weggelassen werden!

Kurzes Schuljahr hin oder her, zur Schule gehören immer auch die außerunterrichtlichen Aktivitäten, wie z.B. die Studienfahrten, die in diesem Jahr nach Rom und London führten, oder wie unser USA-Austausch, den Frau Rinski-Weber durch ihr kurzfristiges Einspringen gerettet hat!

„Nebenbei“ haben wir in der letzten Woche eine Umfrage zum Suchtverhalten durchgeführt; wir sind gemeinsam mit den beiden Ganderkeseer Oberschulen Teil eines vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Pilotprojektes. Im Sommer 2013 erhalten wir die Ergebnisse und haben dann eine wirklich gute Einschätzung der Situation hier bei uns als Grundlage für Suchtprävention an unserer Schule. Damit greifen wir übrigens ein Thema auf, das bei unserer SWOT-Umfrage als Sorge geäußert wurde. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich noch einmal für die zahlreichen Beiträge in den Bereichen „Strength, Weaknesses, Opportunities, Threats“ (= SWOT) bedanken – die vielen Gedanken und Ideen sind Ansporn für uns, die vorhandenen Stärken auszubauen und weitere Bereiche zu optimieren! So werden Ihre Anregungen uns weiterhin begleiten. Dazu gehört der Wunsch, dass wir besser zusammenarbeiten u.a. mit Persönlichkeiten und Institutionen aus Ganderkesee. In diesem Zusammenhang passt es sicher gut, dass wir eine Berufsbörse für den 10. Jahrgang planen: Zurzeit sprechen wir verschiedene Betriebe, aber auch ehemalige Schülerinnen und Schüler und Eltern daraufhin an, ob sie nicht am 4. Februar ihren Beruf präsentieren mögen. Im Verlaufe eines Vormittags können unsere Schülerinnen und Schüler sich dann verschiedenen Workshops zuordnen und aus erster Hand Informationen, aber auch Einschätzungen und Erfahrungen mitbekommen.

Eine weitere Anregung der SWOT-Umfrage möchte ich gleich umsetzen: Den Erfolg im Zentralabitur „darf man dann auch kommunizieren“ stand auf einer der Karten. Also: Wir haben fast auf das Zehntel genau den Landesdurchschnitt getroffen. Damit dürfte nicht nur die Frage, ob das Gymnasium Ganderkesee „zu schwer“ oder „zu leicht“ ist, beantwortet sein, sondern mit der ungewöhnlich geringen Durchfallquote von unter 1% dokumentieren wir zugleich die gute Vorbereitungsarbeit in der gymnasialen Oberstufe! Diesen Erfolg verdanken wir sicherlich auch der guten Zusammenarbeit zwischen den jüngeren Lehrkräften und den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen!

Personalveränderungen

Auch in diesem Schuljahr kann ich Ihnen einige neue Lehrkräfte vorstellen: Frau Katharina Münch kommt vom Gymnasium Ulricianum in Aurich, sie unterrichtet Englisch und Geschichte. Direkt nach ihrem Referendariat in Syke bzw. Vechta sind Frau Lena Frenzel (Mathematik und Sport) sowie  Herr Lars Hinrichs (Englisch und Biologie) zu uns gekommen. Aufgrund eines anderen Einstellungstermines ging das Referendariat von Frau Eva-Maria Stehr (Spanisch und Französisch) in Oldenburg und Frau Susanne Bryl (Biologie und Erdkunde) in Zeven erst jetzt zu Ende, wir freuen uns, dass sie nach den Herbstferien als neue Lehrkräfte das Kollegium verstärken! Außerdem konnten wir mit Frau Katharina Bohn (Englisch/Sport) eine neue Referendarin begrüßen.

Dass mit neuen Lehrkräften für viele Klassen Lehrerwechsel verbunden sind, ist leider nicht zu vermeiden. Besonders betroffen sind diesmal die Kunst-Lehrkräfte, weil wir trotz einer insgesamt guten Versorgung in diesem Fach doch zu wenig Lehrerstunden haben. Einige Verschiebungen kommen außerdem zustande durch die Setzung neuer Klassenlehrerteams, die im Zweifelsfall Vorrang haben. Die Familienplanungen unserer Kolleginnen werden aller Voraussicht nach Neueinstellungen zum 1. Februar nach sich ziehen, die aber, soweit es möglich war, schon eingeplant sind.

Epochaler Unterricht

Unterricht, für den in der Stundentafel nur eine Stunde im Schuljahr vorgesehen ist, wird in der Regel ein Halbjahr lang zweistündig (d.h. „epochal“) erteilt. Am Ende des Schuljahres ist dann die Note des einen Halbjahres versetzungsrelevant. Der Tabelle können Sie entnehmen, welcher Unterricht in Ihrer Klasse epochal ist.

Jahrgang

Fach

Unterricht im 1. Halbjahr

Unterricht im 2. Halbjahr

6

Geschichte

b, c, d

a, e

6

Biologie

a

b, c, d, e

6

Chemie

a, c, e

b, d

6

Physik

b, c, d, e

a, c

7

Erdkunde

d

a, b, c

7

Musik

a, b, c

D

8

Chemie

b, c

A

8

Kunst

c

a, b

8

Erdkunde

a

b, c

9

Musik

b, c

a, d

9

Biologie

a, d

b, c

m-Klassen

6m: Ku, Ch; 7m: Ek, Ku
8m: Ek, Ch; 9m: Bi, Ku

6m: Ph, Bi; 7m: Ph, Ch
8m: Bi, Ku ; 9m: Ek, Ge

Pubertäts-Probleme!

Theoretisch weiß jeder, dass die Pubertät eine Zeit der Abgrenzung ist, dass die so genannten Peer Groups immer wichtiger, Elternhaus und Schule zunehmend als „Sparringspartner“ in Anspruch genommen werden. Aber was das im Einzelnen bedeutet, wie die Jugendlichen besonders im 8., teilweise aber auch noch im 9. und vereinzelt sogar im 10. Jahrgang in der Schule auftreten, das erstaunt uns doch immer wieder. In manchen Fällen ist Unterricht mehr ein Kampf um das Einhalten von grundlegenden Regeln, das eigentliche Lernen gerät in den Hintergrund.

Daher beschäftigen wir uns in einer Arbeitsgruppe mit diesen Problemen. Dabei werden wir unterstützt von Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, der nicht nur als Neurobiologe an der Universität Bremen und als Gründungsrektor des Hanse-Wissenschaftskollegs renommiert, sondern auch bundesweit gefragter Experte zu Fragen des Lernens ist. In einem ersten Schritt hat er Schüler-Interviews im 7. und 8. Jahrgang durchgeführt, mit einem für uns überraschenden Ergebnis: Es gibt eine große Zustimmung zur Schule, auch bei den Schülerinnen und Schülern, die im Moment eher leistungsschwach und/oder schwierig im Verhalten sind – sie wissen ausdrücklich das Bemühen der Schule zu würdigen.

Um das Verhalten der „Störer“, die zum Teil die Atmosphäre in einer ganzen Klasse dominieren, besser einschätzen zu können, hat Prof. Roth uns Frau Goldschmitt-Helfrich, eine Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt „Bindungstheorie“, empfohlen. Sie macht uns Mut, Probleme, die in der Regel nicht auf das Verhalten im Unterricht beschränkt sind, gegenüber den Eltern offen anzusprechen, und ggf. eine therapeutische Behandlung zu empfehlen.

Der Arbeitskreis „Sozialkompetenz“ hat einen Stufenplan entwickelt, in dem Beratungsangebote verbunden werden mit klaren Ansagen hinsichtlich der Konsequenz von Fehlverhalten. Dabei setzt die Stufe 1 ein, wenn Fehlverhalten mehrfach vorgekommen ist. In einem ruhigen Gespräch wird geklärt, was passiert ist, und wie es weitergehen soll; zudem wird der Schüler über den Stufenplan informiert. Im nächsten Schritt, der einsetzt, wenn sich das Verhalten nicht ändert, führt die Klassenlehrkraft das Gespräch; hier erhält der Schüler wiederum Hilfsangebote (z.B. Vertrauens- und Beratungslehrkräfte), aber zugleich auch die klare Ansage, dass sich das Verhalten bessern muss. Gibt es wiederum keine Besserung, werden die Eltern, die in den Stufen 1 und 2 nur informiert wurden, in das Gespräch einbezogen, in Stufe 4 dann ein Mitglied der Schulleitung. Die 5. Stufe ist die Klassenkonferenz, die dann z. B. einen Wechsel in die Parallelklasse, einen Ausschluss vom Unterricht für einige Tage oder den Verweis von der Schule beschließen kann. Wir hoffen, dass wir Stufe 5 nie erreichen, möchten durch den klaren Rahmen aber deutlich machen, dass dauerhaftes Fehlverhalten zu einer Reaktion der Schule führt.

Gelbe Hefte

Sie gehören verpflichtend in den Ranzen, denn die gelben Hefte sind das Kommunikationsmedium zwischen Schule und Elternhaus! Sie können z. B. Entschuldigungen, Gesprächswünsche, Informationen an die Lehrkräfte hineinschreiben, von unserer Seite erhalten Sie z. B. Hinweise über das Arbeitsverhalten Ihres Kindes, Termine für die Klassenarbeiten oder auch Gesprächswünsche. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn wir wirklich konsequent die gelben Hefte nutzen und Sie regelmäßig hineinschauen!

Mit einer weiteren Neuerung möchte ich die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus weiter verbessern: Direkt nach den Herbstferien biete ich Ihnen jeden Dienstagnachmittag die Gelegenheit, einfach bei mir vorbeizukommen: Wenn es z.B. schulische Dinge gibt, die Sie ärgern, oder die Sie gerne mal wissen wollen oder über die Sie einfach gerne mal sprechen wollen, dann kommen Sie einfach ab 16.00 Uhr vorbei! Daneben bleibt natürlich die Möglichkeit, per Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) einen Gesprächstermin mit mir oder einem anderen Mitglied der Schulleitung zu vereinbaren.

Herzliche Grüße,

Terminplaner für das Schuljahr 2012/13

Mittwoch

17.10.

17:00

1. Gesamtkonferenz

Donnerstag

18.-19.10.

Methodentage 5. Jahrgang

Montag

22.10-03.11.

Herbstferien

November

Montag

05.-09.11.

Methodentage 7. Jahrgang

Zwischennoten Jahrgänge 5 bis 10

Dienstag

06.11.

17:00

Fachkonferenz Kunst

Mittwoch

07.11.

17:00

Fachkonferenzen Chemie, Sport, Gesch.

Dienstag

13.11.

17:00

Schulvorstandssitzung

Mittwoch

14.11.

17:00

Fachkonferenzen Lat., Eng., Math., Phy,

Dienstag

20.11.

17:00

Fachkonferenz Politik/Wirtschaft

Samstag

24.11.

14:00 – 17:00

Weihnachtskunst (Basar)

Mittwoch

28.11.

17:00

Fachkonferenzen Musik, Informatik

Freitag

30.11.

14:00

Nachschreibtermin I Mittelstufe

Dezember

Freitag

07.12.

15:00 - 18:00

Elternsprechtag 5. Klassen

Montag

24.12.-05.01.

Weihnachtsferien

Januar

Mittwoch

09.01.

17:00

Fachkonferenz Biologie

Freitag

11.01.

14:00

Nachschreibtermin II Mittelstufe

Montag

21.-23.01.

Ab 15.00

Zeugniskonferenzen

Ende Januar

Informationsabende für Eltern 9/10

Dienstag

29.01.

17:00

Schulvorstandssitzung

Mittwoch

30.01.

Zeugnisse, Halbjahresferien bis 31.01.

Ausblick 2. Halbjahr

Mittwoch

06.02.

17:00

2. Gesamtkonferenz

Mittwoch

13.02.

17:00

Fachkonferenzen Deutsch, Französisch

Freitag

15.02.

15:00 – 19:00

Elternsprechtag Kl. 5 – 12

Freitag

15.02.

07.45 – 15.00

Science Fair (Wissenschaftsmesse)

Mittwoch

20.02.

17:00

Fachkonferenz Geschichte

Mittwoch

27.02.

17:00

Fachkonferenz Religion

Samstag

16.03.-02.04.

Osterferien

Samstag

30.03.

letzter Tag f. Antrag auf Übergang in vorherigen Jahrgang oder Schulformwechsel

Freitag

05.04.

schriftliche Abiturprüfungen bis 23.04.

Montag

15.04.-19.04.

Zwischennoten für Jahrgang  5 bis 10

Dienstag

30.04.

„Blaue Briefe“ (zusätzliche Verwarnungen)

Mittwoch

01.05.

Maifeiertag

Montag

06.05.

16:00 - 18:00

Schnuppertag für Schüler der 4. Klassen

Donnerstag

09.+10.05.

Himmelfahrt/Ferien

Donnerstag

16.05.

Unterrichtsfrei (mdl. Abitur ganztägig)

Freitag

17.05.

Nachschreibtermin I Mittelstufe

Montag

20.+21.05.

Pfingsten/Ferien

Freitag

31.05.

Nachschreibtermin II Mittelstufe

Mittwoch

05.06.

17:00

3. Gesamtkonferenz

Montag

10.-25.06.

Betriebspraktikum der 9. Klassen

Mittwoch

12.06.

17:00

Schulvorstandssitzung

Freitag

21.06.

Abiturzeugnisse, Abiturienten-Entlassung

Mittwoch

26.06.

Zeugnisse, Sommerferien bis 07.08.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.gymnasium-ganderkesee.de