Mitteilungen an die Eltern, Oktober 2014

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Mitteilungen an die Eltern, Oktober 2014

Die gesamte Elternmitteilung finden Sie hier als PDF.

Liebe Eltern,
wie immer zum Schuljahresbeginn kommen hier Neuigkeiten und Informationen aus dem Gymnasium Ganderkesee.

Personalsituation
Auch in diesem Jahr freuen wir uns über einige Zugänge bei den Lehrkräften: Mit Frau Gudrun Heering (Deutsch/Englisch) ist unsere neue Fachobfrau für das Fach Englisch vom Gymnasium Oesede zu uns gekom-men. Als abgeordnete Lehrkraft vom Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst heißen wir Frau Kathryn Mi-chalzik (Kunst/Deutsch) willkommen. Aktuell einstellen konnten wir Frau Corinna Winko (Religion und Latein) und unsere bisherigen Referendarinnen Frau Inga Stiebitz (Sport/Chemie/Biologie) und Kim Wilken (Deutsch/Religion). Zum neuen Schuljahr haben wir mit Frau Alina Edelmann (Kunst/Englisch) und Frau Antje Jüttner (Musik/Sport) wiederum zwei neue Referendarinnen bekommen.
Im Laufe des ersten Halbjahres werden wir außerdem einige alte Bekannte wieder begrüßen können. Aus ihrer Elternzeit kommen Frau Svenja Alpen-Kühne, Herr Ulf Langheim (nach den Herbstferien) und Frau Nadine Bölling zurück. Aus diesen familienbedingten „Auszeiten“ entstehen natürlich Lehrerwechsel, die wir Ihnen wie immer über das „gelbe Heft“ mitteilen werden. Dabei weiß ich, dass dies ein heikles Thema ist: In vielen Ge-sprächen mit Ihnen wurde deutlich, dass Sie zu Recht Wert darauf legen, dass sich die Zusammenarbeit zwi-schen Lehrkraft und Klasse entwickeln können muss, also auf Kontinuität statt Lehrerwechsel. Auf der anderen Seite nehme ich aber auch wahr, dass es großes Verständnis gibt, wenn sich Lehrkräfte in der Familiengrün-dungsphase befinden und daher „Auszeiten“ nehmen! Und als Trost für alle, die sich von einer lieb gewonne-nen Lehrkraft verabschieden müssen: Im Alltag zeigt sich dann doch immer wieder, dass die Arbeitsbeziehung mit der neuen Lehrkraft sehr schnell aufgebaut werden kann!

Epochaler Unterricht
Unterricht, für den in der Stundentafel nur eine Stunde im Schuljahr vorgesehen ist, wird in der Regel ein Halb-jahr lang zweistündig (d. h. „epochal“) erteilt. Trotzdem ist die Note am Ende des Schuljahres versetzungswirk-sam! Der Tabelle können Sie entnehmen, welcher Unterricht in der Klasse Ihrer Kinder epochal ist. (Die Übersichtstabelle finden Sie in der Mitteilung als PDF.)

Abitur nach 13 Jahren
Unsere jetzigen 5., 6. und 7. Klassen sind die ersten: Für sie heißt es, das Gymnasium Ganderkesee dauert 9 Jahre („G9“), sie werden ihr Abitur am Ende des 13. Jahrgangs ablegen!
Da die Umstellung erst im Schuljahr 2015/2016 stattfindet, werden sie jetzt noch nach den Regeln des „G8“ (Abitur nach 12 Jahren) unterrichtet. Für das nächste Schuljahr ist aber bereits angekündigt, das es im Sekund-arbereich I bei 30 Wochenstunden bleiben soll, der Nachmittag bleibt also den freiwilligen Ganztagsangeboten und natürlich privaten Aktivitäten vorbehalten. Während für unsere G8-Schüler (also alle ab der 8. Klasse) die Einführungsphase in der 10. Klasse liegt, die gleichzeitig die Abschlussklasse der Sekundarstufe I ist, und die Kursstufe die Jahrgänge 11 und 12 umfasst, wird für die G9-Schüler die 10. Klasse ausschließlich die Abschlussklasse der Sek I sein; die 11. Klasse wird die Einführungsphase, in den Jahrgängen 12 und 13 liegt dann die Kursstufe. Damit wird es übrigens wieder einfa-cher, ein Auslandsjahr einzulegen – hierfür wird sich (wieder) der 11. Jahrgang anbieten.
„Schnellläuferklassen“ wird es aller Voraussicht nach nicht geben, d. h. wer das Abitur nach 12 Jahren ablegen will, muss einen Jahrgang überspringen. Dafür, dass dies gelingen kann, haben wir sogar unter „G8-Bedingungen“ eine ganze Reihe guter Beispiele!
In den kommenden Monaten wird festgelegt, wie die Stundentafeln aussehen sollen und welche Kompetenzen in den einzelnen Jahrgängen erworben werden sollen. Auf dieser Basis werden dann die Schulbücher ange-passt werden. Daher bitte ich um Verständnis dafür, dass wir zurzeit die Neuanschaffung von Schulbüchern auf das Minimum beschränken! Wenn die den neuen Rahmenbedingungen angepassten Schulbücher da sind, möchten wir aber gerne groß einkaufen.

Haus und Hof
Seit unser Schulträger vor einem Jahr die Schülerzahlprognose aktualisiert hat, ist klar, dass wir neue Räume brauchen: Denn für die nächsten 10 Jahre wird ein fast gleich bleibender Zustrom von Fünftklässlern vorherge-sagt. Das bedeutet, wir werden nach dieser Prognose bis 2023/24 im Schnitt 5 Klassen pro Jahrgang haben. Das ist etwas weniger als heute, da wir in einigen Jahrgängen 6-zügig sind. Durch die Umstellung auf das Abitur nach 13 Jahren wird es aber einen zusätzlichen Jahrgang geben, sodass unterm Strich die Schülerzahl am Ende des Prognosezeitraumes 2023/24 sogar um rund 100 über der aktuellen liegen wird.
Dabei sind heute bereits die Räume knapp – wir kommen nur über die Runden, weil wir insgesamt 8 Contai-nerräume haben und weil Fachunterricht zum Teil im Klassenraum stattfindet.
In Anbetracht dieser Situation hat unser Schulträger, der Landkreis Oldenburg, entschieden, dass ein Erweite-rungsbau auf dem Schulgelände geschaffen werden soll. Über den Standort dieses Neubaus gab es zunächst unterschiedliche Vorstellungen: Der Schulträger hat vorgeschlagen, dass auf dem Bolzplatz ein zweigeschossi-ger Bau entstehen soll. Diese Idee wurde in unserem Schulvorstand – einem Gremium aus Eltern, Schülern und Lehrkräften – ausführlich diskutiert; letztendlich empfiehlt der Schulvorstand jedoch einen dreigeschossigen Bau auf dem Hartplatz längs der Buszufahrt, weil so weniger Schulhoffläche verbraucht wird. Der zukünftige (ab 1.11.) Landrat Herr Harings hat bereits mitgeteilt, dass er sich hiernach richten wird. Unsere Vorgehens-weise, dass die Pläne für den Erweiterungsbau im Schulvorstand ausführlich diskutiert und eigene Vorschläge entwickelt werden, wird von Herr Harings übrigens ausdrücklich begrüßt!
Da in manchen Fragen aber unterschiedliche Einschätzungen deutlich werden, möchte ich Ihnen deren Hinter-gründe erläutern. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Zahl der Räume. Hierfür gibt es keine rechtlich bindenden Vorgaben, aber Empfehlungen: Nach diesen „Schulbauhandreichungen“ richtet sich unser Schul-träger insofern, als dass für jede Mittelstufenklasse ein Klassenraum mit angemessener Größe (2m² pro Schü-ler) vorhanden sein sollte. Für die Oberstufe argumentiert der Schulträger jedoch damit, dass, wenn Klassen Fachunterricht im Fachraum haben, Klassenräume leer stehen; die Oberstufenkurse sollen so geplant werden, dass sie diese Leerstände nutzen, sodass Kursräume nicht notwendig sind und alle Unterrichtsräume als Klas-senräume genutzt werden können. Von Seiten der Schulleitung haben wir deutlich gemacht, dass der Stun-denplan der Oberstufe sich nicht nach diesem Prinzip sondern nach den Anwahlen der Schüler richten muss – nur deshalb gelingt es uns, ein breites Oberstufen-Angebot vorzuhalten! Dafür müssen wir unsere Kursräume im „H-Trakt“ (in der Oberschule Ganderkesee) unbedingt behalten, d.h. sie dürfen nicht als Klassenräume ver-plant werden. Die Zahl von 16 Unterrichtsräumen im Erweiterungsbau war für uns daher das absolute Minimum, wir waren froh, dass der Schulamtsleiter Herr Ehlers dem Kreisschulausschuss am 01.07.2014 genau dies vorstellte. Im Hinblick auf die Fachräume sind wir uns mit dem Schulträger einig, dass jeweils ein weiterer hin-zukommen muss. Für den dritten Chemieraum war ursprünglich ein Anbau am D-Trakt „auf Stelzen“ vorgese-hen. Da dies bautechnisch schwierig ist, haben wir zur Kostenreduzierung vorgeschlagen, einen anderen Raum, der bisher als Klassenraum geplant war, als Chemieraum herzurichten; das bedeutet allerdings, dass als Ersatz ein weiterer Klassenraum im Erweiterungsbau notwendig ist. Diese Diskussion ist noch nicht beendet.
Dass wir deutlich mehr Gruppenräume benötigen, ist unstrittig – schließlich bedeutet Inklusion auch, dass wir für Kinder mit besonderem Förderbedarf gelegentlich eigene Lernsituationen schaffen müssen. Individualisier-tes Lernen hat aber auch generell an Bedeutung gewonnen, daher gibt es im Unterricht zunehmend Phasen, in denen einzelne Schüler oder Schülergruppen für sich arbeiten. Da sich in dem bisherigen Gebäude zusätzliche Gruppenräume schwer einrichten lassen, freuen wir uns sehr über den Vorschlag unseres Schulträgers, ein „Selbstlernzentrum“ einzurichten: Das ist ein sehr großer Raum, in dem es verschiedenste Arbeitsmöglichkei-ten gibt, vom PC-Arbeitsplatz über die Leseecke bis zu einem Konferenztisch. Das Gymnasium Wildeshausen hat damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht! Bei uns sollen die Räume B 01, B 02 und B 03 als Selbstlern-zentrum ausgebaut werden. Ein Ausschuss der Gesamtkonferenz hat bereits ein erstes Konzept entwickelt. Schöne Aussichten also – und da kann man sogar ein wenig warten, denn während der Bauphase (2015 und 2016) werden wir die Räume B 02 und B 03 noch als Klassenräume benötigen!

Prävention
Cybermobbing hat sich in den letzten Jahren enorm verbreitet; so wird über What´sApp eine angsteinflößende „Ketten-SMS“ mit Todesdrohung versandt, in einzelnen Gruppen werden Jugendliche über aggressive Stim-mungsaussagen zu Außenseitern abgestempelt. Auf solche Fälle von „Cybermobbing“ reagieren wir natürlich, häufig mit dem so genannten „No Blame – Approach“, auf den sich unsere Lehrerin Frau Oetting spezialisiert hat. Hier liegt der Schwerpunkt darauf, gemeinsam die Situation zu verbessern, ohne dass im Einzelnen festge-stellt werden muss, wer „Täter“ oder „Mittäter“ oder „Mitläufer“ ist.
So wichtig die Aufarbeitung konkreter Vorfälle ist, noch wichtiger ist die Prävention: Hier liegt einer der Schwerpunkte unseres Sozialpädagogen Björn Knölke, der bereits mehrfach verschiedene Bausteine eines Präventionskonzeptes in den 5. Klassen durchgeführt hat. Dazu gehören in enger Zusammenarbeit mit den Klassenlehrkräften ein Teamtraining sowie die Etablierung des Klassenrates. Außerdem ist die Einführung in unsere schuleigene Plattform IServ verbunden mit einer Sensibilisierung für den Umgang mit sozialen Medien und für die Gefahren des Internet. Im 8. Jahrgang folgt ein weiterer Baustein dieses Konzeptes: Dann geht es in Kooperation mit der Polizei und dem Jugendzentrum „Trend“ anhand eines Filmes um die Auseinandersetzung mit realitätsnahen Problemsituationen.
Aus der 2012 durchgeführten Umfrage im Rahmen des Bundesmodellprojektes SCHULBUS zum Umgang mit Suchtmitteln wissen wir, dass für unsere Schüler illegale Drogen nur eine sehr geringe Rolle spielen, Alkohol dafür eine umso größere: Daher wird in diesem Jahr erstmalig durch unseren Schulsozialpädagogen ein Alko-holpräventionsprojekt in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Sucht des Landkreises Oldenburg durchgeführt. Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs werden sich anhand einer simulierten Situation mit riskanten Kon-summustern auseinander setzen. Nähere Informationen erfolgen in einem Brief an die Eltern der Neuntkläss-ler vor der Durchführung des Projektes.

Freundeskreis
Er ist einer der ältesten Fördervereine in der Gemeinde und ein Segen für viele Projekte, für die eine Finanzie-rung sonst unmöglich wird: Dem Freundeskreis des Gymnasiums Ganderkesee verdanken wir so unterschiedli-che Dinge wie eine Wärmebildkamera, Musikinstrumente, die Abschiedsgeschenke für die Abiturienten und die Preise für die Science Fair und noch vieles andere mehr!
Jetzt hat der Vorstand gewechselt: Herr Uwe Noster hat nach 10 Jahren Vorstandsarbeit auf der Mitgliederver-sammlung am 15.10.2014 die Amtsgeschäfte des 1. Vorsitzenden an Herrn Rainer Sievert übergeben. Da auch Herr Can als Schriftführer nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Frau Cornelia Czech neu in diese Funktion gewählt. Frau Andrea Hartung wurde als Kassenwartin wiedergewählt.
Wir danken den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und wünschen den neuen alles Gute!

Zum Schluss
Ein Schuljahresbeginn im September zieht immer ein kurzes Halbjahr nach sich: Zwischen Herbst- und Weih-nachtsferien liegen in diesem Jahr nur 6 Wochen! Da ist es leider unvermeidlich, dass sich Klassenarbeitster-mine häufen, obwohl wir natürlich versuchen, eine möglichst gute Verteilung hinzubekommen. Aber es blei-ben einfach viele Termine in wenigen Wochen!
Nach den Herbstferien erhalten die Schülerinnen und Schüler wieder ihre so genannten „Quartalsnoten“, die, wenn z. B. noch keine Klassenarbeit geschrieben wurde, natürlich nur eine begrenzte Aussagekraft haben. Aber sie können eine gute Grundlage darstellen für Beratungsgespräche und für die Entscheidung, ob ein Kind an einem Intensivkurs teilnehmen soll.
Abschließend möchte ich auf unser Weihnachtskonzert am 16.12.2014 hinweisen, das dieses Mal bei uns in der Schule stattfinden wird. Die weihnachtliche Vorbereitung komplettieren wird unser GymGan-Kunst-Kalender mit den Werken jüngerer und älterer Schülerinnen und Schüler! Wann und wie Sie ihn erhalten kön-nen, werden wir Ihnen im Dezember über Ihre Kinder und über die Homepage mitteilein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Renate Richter, Schulleiterin

P.S.: Nach wie vor gibt es meine offene Sprechstunde jeweils dienstags um 16.00 Uhr, in der Sie mich gerne besuchen kommen können!

Die gesamte Elternmitteilung finden Sie hier als PDF.