Training für die Olympiade ...

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... die Mathe-Olympiade

„Susanne hat eine interessante Zahl aufgeschrieben. Die Zahl ist sechsstellig. Jede der Ziffern 1, 2, 3, 4, 5 und 6 kommt genau einmal vor. Betrachtet man nur die von links ersten beiden Ziffern, so ist diese zweistellige Zahl durch 2 teilbar. Betrachtet man nur die von links ersten drei Ziffern, so ist diese dreistellige Zahl durch 3 teilbar. Dies geht so fort bis zur sechsstelligen Zahl, die durch 6 teilbar ist.

a) Gib eine Zahl an, die Susanne aufgeschrieben haben könnte.

b) Susanne möchte wissen, ob es noch weitere derartige Zahlen gibt.

Finde alle derartigen Zahlen und begründe, warum nur diese Zahlen die gegebenen Bedingungen erfüllen.“

So oder ähnlich klingt es, wenn mathematikbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassenstufen miteinander für die Mathematik-Olympiade trainieren. Schweres Gerät ist dafür allerdings nicht nötig. Die Athleten sollten vorrangig Spaß an Mathematik haben, kreativ sein und über ein gutes Durchhaltevermögen verfügen.

Dass sie diese Teildisziplinen meistern können, haben die Schülerinnen und Schüler bereits in der so genannten „ersten Stufe“ bewiesen. Diese beinhaltete die selbstständige Bearbeitung herausfordernder Aufgaben, welche entweder allein oder in Partnerarbeit durchgeführt werden konnte. Neben der Lösungsfindung bestand eine besondere Schwierigkeit in der vollständigen Dokumentation der eigenen Ideen: Die Athleten mussten sich insbesondere mit Fragen wie „Geht das immer?“ oder „Warum ist das so?“ auseinandersetzen. Denn ein gutes Ergebnis allein ist nicht entscheidend.

Die Zielsetzung der für die mathematikbegeisterten Schülerinnen und Schüler eingerichteten vierstündigen Trainingseinheit am 24.10. bestand unter anderem in einer Auseinandersetzung mit der mathematisch korrekten Dokumentation von Lösungswegen. Dass die Mathematik-Olympiade sich diesbezüglich vom normalen Unterricht unterscheidet, wurde den Schülerinnen und Schülern schnell deutlich: Wer in den einzelnen Disziplinen viele Punkte erreichen wollte, musste erheblich mehr Aufwand betreiben als beispielsweise bei normalen Hausaufgaben. Macht das dann überhaupt noch Spaß? Ja, denn das Gefühl, eine knifflige Aufgabe nach langer Überlegung endlich durchdrungen zu haben und seien Idee Anderen mitteilen zu können, spornt unsere Mathematikerinnen und Mathematiker besonders an. Sportlichen Ehrgeiz findet man also nicht nur im Stadion, sondern auch in den Klassenräumen des Gymnasiums Ganderkesee.

Wir wünschen unseren Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Bewältigung der Klausur zur zweiten Stufe am 09.11. und drücken fest die Daumen, dass einige unsere Ganderkeseer Athleten zusammen mit den besten 200 Schülern Niedersachsens in die Landesrunde einziehen werden.