Gymnasium Ganderkesee

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Gymnasium Ganderkesee

Präventionsprojekt Gymnasium

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Ein klares Signal: Im Rollenspiel mit Mitschüler Lasse übt die Sechstklässlerin Finja, wie sie sich verhält, wenn ein Fremder sie anspricht und sie sich dabei unwohl fühlt. Foto: Antje Cznottka

Ganderkeseer Schüler entschärfen Konflikte gewaltfrei

von Antje Cznottka

Ganderkesee. Bei einem Selbstbehauptungskurs am Gymnasium Ganderkesee für die sechsten Klassen ist das Selbstvertrauen der Schüler gestärkt worden. Konflikte sollen so gewaltfrei im Keim erstickt werden.

Gerade stehen, dem Gegenüber fest in die Augen sehen und laut und deutlich „Stopp“ sagen: Die Sechstklässler haben beim Training zur Selbstbehauptung am Gymnasium Ganderkesee reflektiert, wie eine schüchterne zu einer selbstbewussten Körperhaltung wird. Das positive Ich-Gefühl und Selbstvertrauen solle so bei den Schülern gestärkt werden, erklärt Schulsozialpädagoge Björn Knölke.

„Es gab durchaus Situationen auf dem Schulhof, in denen die Älteren die Kleineren geärgert haben“, beschreibt Knölke. „Wir wollen den Schülern Werkzeuge mitgeben, um sich behaupten und Konflikte so im Keim ersticken zu können.“ Alle sechs sechsten Klassen des Gymnasiums Ganderkesee sollen noch in diesem Schuljahr an dem zweistündigen Kurs teilnehmen.

Sechstklässler des Gymnasiums lernen, sich mit Worten zu wehren

„Wir haben gelernt, uns mit Worten zu wehren“, berichtet Sechstklässlerin Zoe. Denn Selbstbehauptung ist nicht zu verwechseln mit Selbstverteidigung. „Bei der Selbstbehauptung geht es darum, gar nicht erst in eine Situation zu kommen, in der man sich gegen körperliche Angriffe wehren muss. Schon vorher soll sie mit Worten und Gesten entschärft werden“, sagt Kim Wilken, die den Präventionskurs in den sechsten Klassen gemeinsam mit Knölke durchführt. Sie ist lizenzierte Gewaltschutztrainerin des Deutschen Karate Verbandes sowie Deutsch- und Religionslehrein am Gymnasium.

Konfliktsituationen auf dem Schulhof in Ganderkesee

„Wenn mich jemand anspricht, erwidere ich, dass meine Eltern mir verboten haben mit Fremden zu sprechen“, fasst Schüler Tom zusammen. „Ältere Schüler sind mir und meiner Freundin mal die ganze Zeit hinterhergelaufen und haben uns komische Spitznamen gegeben. Wir sind dann weggerannt. Heute würde ich klar sagen, dass ich das nicht will und mich zur Not an einen Lehrer wenden“, fügt Sechstklässlerin Finja nach dem Kurs an.

Karate-Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium Ganderkesee

Zwar sei den Kindern durchaus bewusst, wie sie sich wehren könnten. Allerdings kämen die Argumente den Schülern im Ernstfall nicht so leicht über die Lippen. „Wenn sie das in Rollenspielen aber schon mal gemacht haben, ist es in der Realität leichter umzusetzen“, gibt Stefanie Schulte, stellvertretende Schulleiterin, zu bedenken. Im nächsten Schuljahr solle es deswegen auch eine Karate-Arbeitsgemeinschaft mit Kim Wilken geben, um das Projekt mit interessierten Schülern weiterzuentwickeln.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt (06.06.2016)

 

Teamtraining am Gymnasium

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Gemeinsam sind sie stark: Die Schüler der Klasse 5a am Gymnasium Ganderkesee sind beim Teamtraining mit Begeisterung bei der Sache. Foto: Dirk HammGanderkeseer Schüler ziehen an einem Strang

von Dirk Hamm

Ganderkesee. Statt um Mathe oder Deutsch hat sich am Montagmorgen in der Klasse 5a am Gymnasium Ganderkesee in der dritten und vierten Stunde alles um den Klassenverband selbst gedreht. Denn es stand ein Teamtraining auf dem Stundenplan.

Unübersehbar war der Enthusiasmus, mit dem die 24 anwesenden der 29 Schüler dieser Klasse die praktischen Übungen mitmachten. Da wurde zum Beispiel aus Seilen in einem lebensgroßen Rahmen eine Art Spinnennetz gewoben – so engmaschig, dass ein Kind geradeso durch eine der Öffnungen hindurchschlüpfen konnte. Und das auch nur dank tatkräftiger Mithilfe der Klassenkameraden. Genau um diese Erkenntnis ging es bei dem Teamtraining, wie Schulsozialpädagoge Björn Knölke erläutert: „Die Schüler sollen lernen, dass sie gemeinsam stark sind. Es geht bei den Übungen darum, dass sie erkennen: ‚Wenn wir einen gemeinschaftlichen Weg finden, schaffen wir das‘.“

Mit jedem Versuch gelingt es besser

Das gelingt naturgemäß im ersten Anlauf noch nicht perfekt, wie sich am Montag zeigte: Beim ersten Versuch gingen die Jungen und Mädchen noch recht ungestüm und unkoordiniert zu Werke. „Anfangs war es richtig laut. Beim zweiten Mal haben wir vorher einen Plan gemacht, wie man durch das Netz hindurchkommen kann, das hat dann gut geklappt“, analysierte Jana Stöver in der anschließenden Feedback-Runde. Die einhellige Meinung der Schüler kristallisierte sich in der Nachbesprechung schnell heraus: Wenn alle zusammenarbeiten und mit einem Plan an die Aufgabe herangehen, ist alles zu schaffen. Einen Beweis dafür hat die Klasse 5a in diesem Schulhalbjahr bereits erbracht, als sie beim Spieletag am Gymnasium den ersten Platz belegte.

Praktische Übungen bringen mehr als Theorie

Klassenlehrerin Katharina Weis verfolgte mit Begeisterung, wie sich ihre Schützlinge beim Teamtraining ins Zeug legten und bei den Übungen mit jedem Versuch bessere Ergebnisse erzielten, etwa auch beim gemeinschaftlichen Bau eines Holztürmchens. „Es ist eher eine unruhige Klasse, mit 19 Jungs und zehn Mädchen. Da entwickelt sich mancher Zwiespalt, und die Schüler schieben sich dann gegenseitig die Schuld zu“, gibt Weis zu bedenken. Mit den praktischen Übungen könne es eher gelingen, die Klassengemeinschaft zu verbessern, als durch reine Theorieeinheiten.

Als nächstes folgt Selbstbehauptungstraining

Laut Björn Knölke sollen die verschiedenen Teamtrainings, die das Präventionskonzept im fünften Jahrgang am Gymnasium Am Steinacker vorsieht, außerdem „ eine Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens“ bewirken und die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit verbessern. Dazu diene demnächst ein Selbstbehauptungstraining, zu dem eine Karate- und Taekwondomeisterin eingeladen wird. Ein weiterer Baustein für die Verbesserung der Klassengemeinschaft sind die Klassenräte, die seit drei Jahren im kompletten fünften Jahrgang installiert sind.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt (23.05.2016)
 

Fünf Ganderkeseer Preisträger bei Mathe-Wettbewerb

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Bescherung bei der Rektorin: Dr. Renate Richter (rechts) überreicht Sechstklässler Jere Heißenbüttel ein T-Shirt. Mit ihm freuen sich Mathe-Lehrerin Daniela Ernst (links) und die Preisträgerinnen Jette Hafermann, Isabell Feldmann, Wilma Wegandt und Amelie Bosse (von links). Foto: Alexander Schnackenburg

Fünf Ganderkeseer Preisträger bei Mathe-Wettbewerb

von Alexander Schnackenburg

Ganderkesee. Fünf Schüler des Gymnasiums Ganderkesee haben beim Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ erste und dritte Preise gewonnnen. Die Gewinne wurden den Schülern am Donnerstag überreicht.

Siegerehrung im Gymnasium Ganderkesee: Am Donnerstag hat Schulleiterin Dr. Renate Richter vier Schülerinnen des fünften Jahrgangs und einem Schüler des sechsten Jahrgangs kleine Aufmerksamkeiten wie Bücher, Experimentierkästen und strategische Spiele überreicht, weil sie beim Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ im März erste und dritte Preise gewonnen hatten.

75 Schüler aus Ganderkesee beim Wettbewerb „Känguru der Mathematik“

Insgesamt hatten sich dieses Mal 75 Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 9 des Gymnasiums Ganderkesee für den internationalen Wettbewerb angemeldet, an welchem die Schule seit 2006 nahezu ununterbrochen teilnimmt. Bundesweit waren in diesem März 850.000 Schüler aus über 10.000 Schulen mit von der Partie.

Preise für Logikrätsel und Textaufgaben

Anders als etwa bei der Mathematik-Olympiade komme es bei „Känguru der Mathematik“ darauf an, kleine Logikrätsel und Textaufgaben kurz und knapp zu lösen, durch Ankreuzen, erklärt Daniela Ernst, die den Wettbewerb zusammen mit Michael Hauburger am Gymnasium Ganderkesee organisiert hat. Auch seien die Aufgaben beim „Känguru der Mathematik“ unterschiedlich schwer, sodass es für ihre korrekte Lösung auch unterschiedlich viele Punkte gebe. Etwa die besten fünf Prozent aller Teilnehmer erhalten letztlich einen Preis, die besten 0,85 Prozent erste Preise.

Ganderkeseer Schüler wollen wieder beim Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ mitmachen

Darunter die Fünftklässlerinnen Wilma Wegandt und Jette Haferkamp sowie Sechstklässler Jere Heißenbüttel vom Gymnasium Ganderkesee. Dritte Preise haben zudem die Fünftklässlerinnen Amelie Bosse und Isabell Feldmann aus Ganderkesee gewonnen. Alle fünf versichern nicht nur, dass sie freiwillig an dem Wettbewerb teilgenommen hätten, sondern wollen auch nächstes Jahr wieder mitmachen – aus unterschiedlichen Gründen.

Preisträgerin in Ganderkesee will Mathe- und Physik-Lehrer werden

So gefällt Wilma, dass sie durch den Wettbewerb herausfände, wie gut sie wirklich sei. Jette gefällt am Konzept des „Kängurus“, dass ihr durch das schlichte Ankreuzen die elende Schreiberei erspart bleibe, die ihr sonst mitunter auf die Nerven gehe. Und Isabell schätzt das breite Spektrum der Aufgaben sowie den leicht spielerischen Charakter des Wettbewerbs. Genau wie Amelie und Wilma spielt sie in ihrer Freizeit gern Schach.

Konkrete berufliche Pläne aber leitet kaum eines der Kinder aus seiner Freude am „Känguru der Mathematik“ und an Mathe im Allgemeinen ab. Einzig Jere kann sich schon heute eine Zukunft als Mathe- und Physik-Lehrer feststellen, weil die Fächer eben so spannend seien und ihm außerdem lägen.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt (19.05.2016)

 

Projekt am Gymnasium Ganderkesee

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Bei Thema Alkohol mit Promille-Brille durch den Klassenraum

Mit Promille-Brille durch den Raum: Neuntklässlerin Leonie versucht vor ihren Klassenkameraden, so gerade wie möglich zu laufen. Foto: Thomas Deekenvon Thomas Deeken

Ganderkesee. Es gehe nicht darum, Verbote auszusprechen. Vielmehr möchte er auf Risiken hinweisen. Das erklärt Björn Knölke, Schulsozialpädagoge am Gymnasium Ganderkesee und seit 15 Jahren bei den Johannitern als Rettungssanitäter im Einsatz, zum aktuellen Projekt des Gymnasiums, das er federführend leitet. Thema: „Problematik des riskanten Alkoholkonsums“ – gedacht für alle Neuntklässler der Schule.

Jeweils vier Stunden lang diskutieren die Schüler aller sechs neunten Klassen über Alkohol, über Gefahrensituationen für sich und andere und lernen spielerisch, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol aussehen soll. Dabei wagen einige Schüler auch den Gang durch den Klassenraum mit Promille-Brille: Wer sie trägt, hat den Eindruck, mit 0,8 Promille Alkohol benebelt zu sein.

Diskussionen beim Spielchen „Flaschendrehen“

Die Neuntklässler erfahren, wie man Betrunkenen auf Partys oder beispielsweise beim Fasching helfen und wie man in Gefahrensituationen richtig reagieren kann. Sie erzählen über Erlebtes aus dem Freundes-- und Bekanntenkreis und setzen sich beim Spielchen „Flaschendrehen“ damit auseinander, ob man daran ersticken kann, wenn man zu viel Alkohol trinkt, wie viel man trinken darf, um noch fahren zu können, wenn man gerade mit 18 Jahren den Führerschein gemacht hat, und ob es schon Alkoholmissbrauch ist, wenn man aus Ärger in der Schule abends ein Bier zum Entspannen trinkt.

Die Schüler der neunten Klassen seien für dieses Projekt bewusst mit ins Boot genommen worden, informiert Knölke. Schließlich gehe es bei ihnen um Jugendliche in einer Entwicklungsphase, in der sie erste Erfahrungen mit Alkohol machten.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt (02.05.2016)

 

Informationsveranstaltung zur Wahl der zweiten Fremdsprache

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Vom 19. Mai bis zum 21. Mai finden die Anmeldungen für die neue Klasse 5 am Gymnasium Ganderkesee statt. Dabei wird auch die Wahl der zweiten Fremdsprache abgefragt, denn die ist für die Schule eine Grundlage der Klassenbildung.

Diese Vorentscheidung schließt aber natürlich nicht aus, dass noch eine Umorientierung möglich ist.

Eine verantwortungsvolle Entscheidung beruht auf einer umfangreicheren Auseinandersetzung mit den Anforderungen und Qualitäten der jeweiligen Fremdsprache.

Deshalb laden wir Sie am 02.Mai 2016 von 19.00 bis ca. 20.00 Uhr zur Vorstellung der beiden Fremdsprachen zu uns in die Pausenhalle ein.

Im Anschluss daran haben Sie noch die Gelegenheit zu Nachfragen.

 


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