Oldenburg Model United Nation

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First, we will check the presence of all the countries. Afganistan? – Here. Albania? – Here. Algeria? – Here. Andorra? – Here. … “, waren die ersten Worte, die wir beim Eintreten in die Aula des Herbart-Gymnasiums in Oldenburg vernahmen. Viele 9.-12.-Klässler saßen konzentriert an ihren Tischen und lauschten dem Redner. Jeder Schüler vertrat ein Land der Vereinten Nationen, über das er sehr gut informiert war und sich gewissenhaft für dessen Interessen einsetzte. Heute waren sie alle zusammengekommen, um über die Eindämmung der Gewalt, die Unterdrückung einzelner Personengruppen und über Friedenslösungen in einzelnen Ländern zu beraten. Dazu hielt ein Abgeordneter einen Vortrag – natürlich auf Englisch – zu den Verbrechen gegen die Menschheit, die auch noch auf heute eine Auswirkung haben. Sowohl der Völkermord in Ruanda, als auch der Balkankonflikt waren ein Thema.

Nach einem einstündigen Vortrag stellten die Vertreter der einzelnen Länder dem Redner kritische Fragen. Souverän teilte dieser ihnen die Antwort ausführlich mit. Dabei bewiesen die Schüler einerseits ihre guten Englischkenntnisse und andererseits, dass sie gut über die politische Lage ihres eigenen Landes und der anderen Länder informiert waren. Gerade auf die USA kamen viele Schüler zu sprechen, weil dieses Land als sehr mächtig gilt und einen großen Einfluss auf die Friedenspolitik hat.

Auch nach dem Vortrag war der Elan der Schüler nicht zu bremsen. Sie bildeten Gruppen und diskutierten anschließend über die Probleme und deren Lösungen. Dabei ging es gar nicht so unrealistisch zu. Zum Beispiel wurden Resolutionen beschlossen. Wir trafen einen Jungen, der verzweifelt nach Ländern suchte, die bereit waren, dieselben Kompromisse einzugehen, wie sein Land. Doch das war gar nicht so einfach! So hatte doch jedes Land seine eigenen politischen Interessen. Erst nach längerer Suche stellte sich bei dem Jungen Erfolg ein. Am Ende hatte er ganze 16 Länder für seine Resolution gewonnen, die er in der nächsten Sitzung vorstellen wollte.

Nach dem Vortrag schauten wir uns in dem Saal um. Dabei beeindruckte uns die Vielzahl der Länder, da auf jedem Tisch mehrere Schilder mit dem Namen des Landes standen. Dann sprachen wir mit einem Jungen, der die Philippinen vertrat. Er erläuterte seine Ziele und erzählte uns ein bisschen zu dem Ablauf der Tage, die die Vertreter der einzelnen Länder noch vor sich hatten.

Was uns auch erstaunte, war das Engagement der Teilnehmer, die sogar untereinander Englisch sprachen. Alle hatten sich in ihre neue Rolle als UN-Vertreter eingelebt. Bei den Sitzungen gibt es, wie in den richtigen UN-Veranstaltungen, eine klare Rangordnung: Vom Organisationsteam, über „einfache“ Mitglieder bis hin zu den Vorsitzenden waren alle vorhanden. Man glaubt oft gar nicht, wie viel Arbeit hinter so einer Veranstaltung steckt.

Alles in allem finden wir, dass es sich bei „Model United Nations“ um eine tolle Veranstaltung handelt, in der Jugendliche den Ablauf der richtigen UN-Sitzungen etwas näher kennenlernen, ihre Englisch-Kenntnisse erweitern können und sich mit der weltweiten Politik vertraut machen.

Von Lea Dettmer und Alexander Kolloge

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