Gymnasium Ganderkesee

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Bio-Unterricht im Krebskongress

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Bio-Unterricht im Krebskongress

Schülerforum Gymnasiasten steuern Beiträge zur wissenschaftlichen Tagung bei

Die Klasse 10d des Gymnasiums Ganderkesee war mitDie Ganderkeseer räumten zwei von vier Preisen ab. 300 Euro Preisgeld wandern in die Klassenkasse.

von Wolfgang Loest

Ganderkesee - Das Schülerforum zum Auftakt des renommierten Bremer Krebskongresses gehörte am Dienstag fast ausschließlich den Gymnasiasten aus Ganderkesee. „Wir haben Hochachtung vor Eurem Engagement“, unterstrichen die beiden Organisatoren der hochkarätig besetzten zweitägigen Veranstaltung der Bremer Krebsgesellschaft, Prof. Dr. Stephan Freys und Prof. Dr. Bernd Hertenstein, bei der Begrüßung der Jugendlichen im Swissôtel in der Bremer City.

Während das Schulzentrum Blumenthal und das Hermann-Böse-Gymnasium aus Bremen lediglich mit jeweils einem Beitrag beteiligt waren, bestritten die Ganderkesee mit acht Beiträgen den Hauptanteil des Programms. Die verschiedenen Arbeiten waren im Rahmen des Biologieunterrichts in der Klasse 10d entstanden.

Die Idee, für den Kongress ein Unterrichtsthema aufzuarbeiten, hatte Schulleiterin Dr. Renate Richter, die auch Biologie unterrichtet. Auf dem Lehrplan steht derzeit Zellteilung. „Da lag es nahe, sich auch mit Krebs und Viren und Prävention zu beschäftigen“, sagte die Rektorin auf Nachfrage. Die Klasse habe „das große Thema gut eingekreist“, bilanzierte die Biologin. In den acht Arbeitsgruppen seien unterschiedliche Aspekte anschaulich aufbereitet worden.

Dass die Jugendlichen ganz selbstverständlich auch neue Medien genutzt haben, beeindruckte die Organisatoren. Videos hielten in der Wissenschaft erst mit Verspätung Einzug, bekannte Prof. Freys. Und der Schirmherr des Schülerforums, Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer, lobte, dass die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Beitrag leisteten, das Krankheitsbild Krebs aus der Tabu-Ecke herauszuholen.

Auch der Vorsitzende der Bremer Krebsgesellschaft, Prof. Ernst Heinrich Schmidt, hält die frühzeitige Beschäftigung mit der Krankheit für außerordentlich wichtig. Gesunde Ernährung, viel Sport und ein bewusst sparsamer Umgang mit Zucker, Alkohol und Nikotin könnten viel dazu beitragen, eine Erkrankung zu verhindern, sagte der ehemalige Bremer Chefarzt im Gespräch mit der NWZ . Je früher ein Mensch sich zu einer solchen Lebensweise entschließe, umso besser sei es.

Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg