
Die Kurse EK55 und FR50 erlebten auf ihrer Studienfahrt nach Brüssel eine spannende Mischung aus Kultur, Politik und internationalem Leben. Dies vermittelten nicht zuletzt die vollen Straßen und unterschiedlichen Sprachen, die mit der belgischen Hauptstadt verbunden sind. Der unschlagbare Vorteil unserer Unterkunft war die direkte Lage in der Innenstadt, etwa 5 Minuten vom Grand-Place entfernt. Begleitet wurden die Kurse von Herrn Meer und Frau Bröseke, die kurzfristig für Frau Lehnberg eingesprungen war.
Ein kulinarischer Höhepunkt war der Besuch im Schokoladenmuseum. Dort erhielten wir nicht nur Einblicke in die Geschichte des Kakaoanbaus, sondern konnten auch den Herstellungsprozess belgischer Pralinen live erleben – inklusive Verkostung.
Politisch wurde es beim Besuch im Europäischen Parlament. Besonders eindrucksvoll war der Plenarsaal, in dem wir durch einen sprachtalentierten Gästeführer die komplexe Arbeit vor und hinter den politischen Kulissen erklärt bekamen. Anhand anschaulicher Beispiele wurde deutlich, wie wichtig Mehrsprachigkeit für die europäische Zusammenarbeit ist und wie anspruchsvoll z. B. die Aufgabe von Dolmetschern ist. Für uns war das ein spannender Blick auf die EU – nicht nur als abstrakte Institution, sondern als lebendige Arbeitswelt.
Ein weiteres Highlight war der Ausflug zum Atomium, dem architektonischen Symbol der Weltausstellung von 1958. Schon von außen wirkt das futuristische Design wie aus einer anderen Zeit, im Inneren konnten wir Ausstellungen und Lichtinstallationen besuchen. Die Aussicht von oben auf Brüssel war atemberaubend und hat uns die Dimensionen der Stadt erst so richtig bewusst gemacht.
Zwischen diesen Programmpunkten blieb natürlich auch Zeit, die Stadt in Kleingruppen individuell zu erkunden: ob bei einem Spaziergang durch die Altstadt, beim Probieren belgischer Waffeln an jeder zweiten Straßenecke, dem Stöbern auf Flohmärkten oder beim Besuch der Ausstellung Autoworld.
Am Ende der Studienreise waren wir uns alle einig: Brüssel ist eine Stadt voller Kontraste. Wie ein europäisches Mosaik im Kleinen, vielfältig zwischen Tradition und Moderne und zwischen Französisch und Niederländisch. Die Fahrt hat uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viele neue Eindrücke vermittelt.
